Oh oh, da geht es mal wieder ganz schön rund zwischen den Franken und den Bayern. Dass immer wieder mal gefrotzelt wird, das ist ja nun nichts Neues, was momentan zwischen Nürnberg und München aber abgeht, ist beispiellos! Stein des Anstoßes ist der Nürnberger Maler Albrecht Dürer, besser gesagt sein "Selbstbildnis im Pelzrock", eines der bekanntesten Werke des Künstlers. Dieses gehört der Wittelsbacher Landesstiftung mit Sitz in München, die es in der Alten Pinakothek dauerhaft ausstellt. Böse Zungen behaupten, dass die Münchner den Franken dieses Kunstwerk gemopst hätten. Tatsächlich ist es aber so, dass die Stiftung als Eigentümer aller Kunstwerke gilt, die die Wittelsbacher vor 1800 erworben haben. Ob und inwieweit das damals alles mit rechten Dingen zugegangen ist, kann und will ich[...]
Also ich muss ja ganz offen und ehrlich zugeben: Fasching ist nichts für mich. Das einzige was ich mit Fasching am Hut habe: Ich schau mir gerne "Fastnacht in Franken" aus Veitshöchheim an. Läuft übrigens heuer am 10. Februar ab 19 Uhr im Bayerischen Rundfunk. Da es aber auch Narren in Franken gibt, dürfen die entsprechenden Veranstaltungen nicht fehlen. Wohin zum Fasching in Nürnberg? Ich hab mir ein paar Schmankerl herausgepickt!
Am 19. Februar ab 13 Uhr schlängelt sich wieder der traditionelle Fastnachtszug durch die Nürnberger Innenstadt. Den gibt es übrigens schon seit 1397! Mit dabei sind fast 50 Wagen und über 3.000 Närrische, die dem Publikum am Straßenrand auch die eine oder andere Kamelle zuwerfen. Begonnen wird am Stadtpark. Danach geht es über die Pirckheimer und Bayreuther[...]
Es ist knallrot, hat vier Räder, ein weißes Lenkrad, auf der Motorhaube einen Büffel und es steht noch heute ganz oben auf den Wunschzetteln der Kids. Das Bobby-Car begleitet uns nun schon seit 40 Jahren. 1972 wurde es zum ersten Mal hergestellt und verkauft. Seitdem ist es aus den Kinderstuben nicht mehr wegzudenken – und das in Zeiten, in denen die Kinder oft und gerne vor dem PC sitzen.
Natürlich hatte ich auch so ein Gefährt zuhause. Nicht nur das, ich war sogar einer, der von Anfang an dabei war. 1972 war ich zwei Jahre alt und in diesem Jahr habe ich auch mein Bobby-Car bekommen. Wer hätte damals schon ahnen können, dass das rote Plastikauto noch heute, im Jahr 2012, ein Renner ist.
Der Erfinder war der Fürther Ernst A. Bettag mit seiner Spielwarenfabrik BIG. Er ließ das Bobby-Car[...]
Wer in den letzten Wochen die Presse verfolgt hat, der wird auch immer wieder über die angedachte Sperrstunde in Fürth gestolpert sein. Diese ist ja mittlerweile beschlossene Sache und wird ab Mitte Februar umgesetzt. Das bedeutet, dass man in Fürth – zumindest im Innenstadtareal, was alles nördlich der Bahnlinie bedeutet - eben nicht mehr bis in die Puppen in der Kneipe sitzen kann, sondern nur noch bis um 2 Uhr. Danach wird dann schön brav nach Hause gegangen, alternativ fährt man nach Nürnberg und zecht dort weiter. Nach Erlangen braucht man gar nicht zu fahren, denn auch dort gibt es die Sperrzeit. Allgemein ist es so, dass der Gesetzgeber in Bayern die Sperrzeit ja schon längst abgeschafft hat. Nur eine Putzstunde von 5 bis 6 gibt es in den meisten Städten noch.
Nun hat sich also[...]
Die Metropolregion Nürnberg hatte einst zahlreiche Traditionsunternehmen, von denen die meisten heute nicht mehr existieren. Zwei der größten, Grundig und Quelle, beschäftigten einst viele Tausend Menschen in der Region, heute ist davon nichts mehr übrig. Ein Traditionsunternehmen, das nunmehr schon über 175 Jahre in der Noris ansässig ist und im Jahr der Fahrt der ersten deutschen Eisenbahn, nämlich 1835, gegründet wurde, ist die Firma Staedtler. Und nahezu jeder wird schon mal einen Staedtler in den Händen gehalten haben, denn das Unternehmen stellt Stifte her.
Begonnen hat alles mit Johann Sebastian Staedtler und seinen Bleistiften. Die Familie selbst war aber schon viele Jahrzehnte vorher in der Branche tätig. So übte Friedrich Staedtler den Beruf des Bleiweißstiftmachers aus und[...]
Im Norden Nürnbergs, fast neben dem Flughafen und am Rande des Knoblauchslandes, befindet sich der Stadtteil Neunhof. Früher noch eigenständig, wurde er 1972 zur Stadt Nürnberg eingemeindet. Solche kleinen Vororte sind in der Regel für Touristen nicht sehr spannend, bieten sie doch kaum bis gar keine Sehenswürdigkeiten. Bei Neunhof ist das anders. Denn dort befindet sich mit dem Schloss Neunhof ein Denkmal aus alter Zeit, das nicht nur für Touristen interessant ist, sondern auch Einheimische nach draußen lockt – ja, die Sehenswürdigkeiten liegen in Nürnberg nicht immer nur in der Altstadt.
Die Geschichte des Schlosses geht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Damals, genauer im Jahr 1246, gab es an selber Stelle schon einen Herrensitz, der ab 1482 fast 400 Jahre lang der Patrizierfamilie Kreß,[...]
Meine Herren, wie lange mussten wir warten. Jetzt endlich kann man sie wieder genüsslich in sich hineinschlichten: die leckeren Nürnberger Lebkuchen. Schon klar, dass man die Lebkuchen eigentlich das ganze Jahr über bekommt, schließlich sind wir ja direkt an der Quelle dran, nur wer möchte schon im Hochsommer Lebkuchen essen? Also ich nicht! Da gibt es andere Dinge. Die Lebkuchen heb ich mir immer für die Vorweihnachtszeit auf. Und das ist jetzt, also werden sie auch wieder gekauft. Da fällt mir ein: Ich brauch schon wieder Nachschub…
Lebkuchen werden ja nicht nur in Nürnberg hergestellt, wer aber schon mal Lebkuchen aus anderen Produktionsstätten gegessen hat, der wird den Unterschied schnell merken und zu den wahren Nürnberger Lebkuchen zurückkehren, die im Übrigen seit 1927 eine[...]
Um Nürnberg in seinem vollen Umfang kennenzulernen und um die wichtigsten Gebäude und Orte zu finden, ist es nicht nötig, sich mit Stadtplan und Stadtführer zu bewaffnen und sich von einer Sehenswürdigkeit zur anderen zu kämpfen. Nein, denn das Schwarze "H" auf knallrotem Untergrund hilft uns dabei, unsere Stadt umfassend kennenzulernen. Dieses schwarze "H" ist der Wegweiser der Nürnberger Meile, die uns auf 35 Stationen Nürnberg näher bringt. Nun könnte man meinen, dass man als Nürnberger sicherlich schon alles kennt und dass diese Meile doch nur etwas für Touristen sei. Weit gefehlt! Ich habe mich durch die Sehenswürdigkeiten mal durchgeklickt und habe festgestellt, dass ich die meisten zwar kenne, einige aber eben nicht. Und selbst das "kennen" heißt noch lange nichts. Denn wer weiß[...]
Geht es Euch auch oft so? Ihr seid in der Stadt, habt Lust auf einen leckeren Kaffee, findet aber nicht das Richtige. Irgendwas passt nicht. Entweder ist der Kaffee nicht das, was Ihr Euch darunter vorstellt, oder das Ambiente passt nicht, vielleicht ist der Kaffee auch zu teuer oder die Auswahl zu klein. Man wird immer etwas finden, was einen stört. So ging es mir auch immer wieder, bis ich auf Mr. Bleck stieß. Schon das Ambiente hat mir unheimlich gut gefallen. Warme Töne, moderne Einrichtung, attraktive Musikuntermalung – so fühlt man sich beim Kaffeegenuss einfach wohl – zumindest ich, und Ihr sicherlich auch!
Und dann der Kaffee. Es gibt Cafés, die bieten entweder eine zu geringe Auswahl oder man wird schon bei der Wahl des Kaffees überfordert, weil es einfach viel zu viel Angebote[...]
Ich erinnere mich noch gut an das Jahr 1986. Damals kam ich mit meinen Eltern von Nürnberg nach Fürth, wenngleich ich durch meine Schule, die sich in Fürth befand, sowieso die meiste Zeit in der Kleeblattstadt verbrachte. Unser morgendlicher Weg führte uns dabei auch am Kavierlein vorbei. Schon damals, also 1986, sah es so aus wie heute: ein großes Stück Brachland, das seitdem auf Bebauung wartet. Kurz vorher, nämlich 1982, mussten die Kleingärtner, die sich hier ihre Freizeit in einer kleinen Gartenkolonie im Grünen vertrieben, ihre Gärten verkaufen, denn schon damals plante man die Bebauung. Was daraus geworden ist, das sieht man heute – fast 30 Jahre später: nämlich nichts! Doch jetzt scheint endlich Bewegung in das Ganze zu kommen – mal wieder.
Denn Pläne gab es seitdem mehr als[...]
Hier schreiben Nürnberger für Nürnberger.
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